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digital = radikal

  • Autorenbild: Dietmar Aigenberger
    Dietmar Aigenberger
  • 26. Sept. 2018
  • 2 Min. Lesezeit

Wie Automaten die Arbeit verändern und was Manager der #old_economy nicht mehr erlernen werden (Gedanken zu einem "Standard"-Artikel von Helmut Spudich, A1-Unternehmenssprecher, August 2018)

Schafft nun die digitale Transformation endgültig Arbeit in der heute gewohnten Form ab? Ist das nun die Ära des Endes der guten alten Lohnarbeit? The end of nine-to-five?

Fix ist: Die Digitalisierung verändert Arbeit. In einer noch nie dagewesenen Radikalität und im Affentempo. Nach technologischer Machbarkeit werden etwa die Hälfte aller heutigen Jobs in sehr, sehr naher Zukunft von Robotern und Automaten erledigt - so eine aktuelle Studie. Allerding erschafft die Automatisierung auch eine neue Welt, die new economy: Weit über 50% des USA-Beschäftigungswachstums entfallen heute bereits auf völlig neue Berufe. Mit dem Hinkebein, dass Kollege Roby schon mehr zum Wirtschaftswachstum beiträgt, als wir human workers. Ein Glück also, dass er noch nicht gewerkschaftlich organisiert ist! Und: Roby ist Innovationstreiber, künstliche Intelligenz sei Dank! Radikal statt evolutionär, revolutionär statt inkrementell . Unser guter Herr Prof. Schumpeter sähe heute sein nationalökonomisches Denken mehr als bestätigt; er würde Philips, Nokia, Blackberry oder Motorola strapazieren und die kreative Zerstörungskraft von Google, Apple, Microsoft beschreiben.

Ein Blick in die Vergangenheit: In Schumpeters Ära fallen ebenso radikale Entwicklungen, etwa durch die E-Locks: Die Heizer der Dampf-Ära verloren ihre Jobs - fürsorglicherweise und mit der aufkommenden Massenmobilität wurden sie zu Schaffner umgeschult.

Und heute? Drohnen und E-Autos sind keine Schlagzeilen mehr. Einkaufen der Zukunft? Sensoren+Kamera+App - und fertig ist Amazon-Go, die kassenlosen Shops, heute schon in Seattle in Einsatz, morgen in der ganzen Welt. Radikale Veränderungen erfordern geistige Wendigkeit, ein Denken "out-of-the-box", keine Linearitäten. Ich meine: Liebe Manager, Führungskräfte, Spitzenpolitiker und sonstige Alpha-Tiere: Zieht euch warm an, lernt das Verlernen und löst euch lieber vom ellbogenzugespitzten Konkurrenz-Reflex des alten Jahrhunderts! Die old economy war gut für das 20. Jahrhundert, wirkt aber schon heute wie ein aus der Zeit gefallener Saurier. Besonders, wenn es um Anpassung geht, um das Hinterfragen barock anmutender Organisationsstrukturen und ihrer vielen, vielen internen "Tools", die oft nur der Selbstbeschäftigung dienen. Was sind heute die teuersten Marken? CocaCola, IBM, Siemens? Nee, mein lieber! Es sind Google, Apple, Amazon, Microsoft, Tencent und Facebook! Aber wie lange? Eetsy, Airbnb, Uber, Buurtzorg, Morning Star mögen nun nicht die allerbesten aller Unternehmen der new economy sein. Aber sie zeigen, wie die Neuen den Markt der Alten aufmischen. Es werden neue Spielregeln aufgestellt die die old economy und deren "scheibendenkenden" (Copyright: Malik) Führungsriegen einfach nicht mehr begreifen werden. Die old school ist viel zu träge, um ihr Tun noch zu hinterfragen. Beispiel: Wer heute noch beharrlich an der Dieseltechnologie festhält, negiert Veränderungen, will seinen Claim in der versiegenden Goldgrube nicht aufgeben, klammert verzweifelt an alten Märkten, solange es eben noch geht. Aber die E-Loks haben nun mal die Dampfloks abgelöst! Die neuen Macher (und zunehmend: Macherinnen!) brauchen dieses Klammern nicht! Brauchen keine Phrasen dreschen und keine heiße Luft verbreiten. Die Neuen sind Querdenker, verbinden Technik und Business und den Menschen durch ausgeprägte Empathie, arbeiten mit (echter!!) open mindness plus design thinking plus catching the wave.

Oder wie es der alte Herr Ford sagte: "Wenn ich die Kunden gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie schnellere Pferde gefordert".




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Mag. Dietmar Aigenberger Unternehmensberatung - Wels, Oberösterreich 

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